BERLINER BRANDSTIFTER
Jetzt entdeckenWermut
Zu den international bekannten Wermutmarken zählen mehrere „Klassiker“, die häufig als Referenz für bestimmte Stile genutzt werden:
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Martini – sehr verbreitet, bekannt für unterschiedliche Stilrichtungen (z. B. Bianco, Extra Dry).
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Noilly Prat – klassisch im Dry-Segment, oft in Cocktailkontexten genannt.
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Carpano – historisch stark mit italienischem Vermouth verbunden; u. a. „Antica Formula“ als ikonischer Rosso-Stil.
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Dolin – eng verbunden mit Vermouth de Chambéry, bekannt für elegante französische Stile (Dry/Blanc/Rouge).
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Cinzano – traditionsreiche Marke aus Italien (Bianco/Rosso, auch Torino-Stile).
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Belsazar – moderne deutsche Interpretation (u. a. Dry/Red/Weiss).
Welche Marke „passt“, hängt weniger vom Namen als vom Wermuttyp (Dry/Bianco/Rosso) und deinem gewünschten Kräuter-/Süsse-/Bitterprofil ab.
Beide Kategorien können „verstärkt“ sein – der Kernunterschied ist die Aromatisierung:
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Likörwein (z. B. Port oder Sherry als Kategorien): Wein, dessen Gärung/Alkoholgehalt durch Zusatz von Alkohol beeinflusst wird; das Profil entsteht primär aus Wein, Ausbau und Oxidation/Alterung.
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Wermut: aromatisierter, oft verstärkter Wein, dessen Charakter ausdrücklich durch Kräuter- und Gewürzzusätze (inkl. Artemisia-Stoffen) geprägt wird.
Darum schmeckt Wermut typischerweise deutlich kräuterwürziger/bitterer als viele Likörweine.
Wermut ist (aromatisierter) Wein und reagiert nach dem Öffnen auf Sauerstoff. Ein praxisnaher Richtwert: innerhalb von ca. 4–8 Wochen trinken/verwenden, wenn du das Aromaprofil möglichst frisch halten willst – idealerweise im Kühlschrank und gut verschlossen.
Er wird nicht „sofort schlecht“, aber er verliert mit der Zeit an Duft, wirkt flacher und kann oxidativer schmecken. Hilfreich sind kleinere Flaschen oder das Umfüllen in ein kleineres Gefäss, wenn nur noch wenig drin ist.
Wermut ist in der Barkultur ein echter „Baukasten“, weil er Wein, Kräuter und Bitterkeit/Süsse verbindet. Klassiker (stilorientiert) sind:
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Martini: typischerweise mit Dry Vermouth und Gin (oder Vodka).
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Manhattan: klassisch mit Sweet/Rosso Vermouth und Whiskey.
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Negroni: Sweet/Rosso Vermouth mit Gin und Bitter-Aperitif.
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Americano: Sweet/Rosso Vermouth mit Bitter-Aperitif und Soda.
Der Wermuttyp entscheidet dabei stark über die Balance: trocken/kräutrig vs. rund/süss-würzig.
Wermut ist ein weinhaltiges Produkt – Temperatur und Frische machen deshalb viel aus. Gut funktioniert: gekühlt, pur oder auf Eis, oft mit Zitruszeste (Orange bei Rosso, Zitrone bei Dry – je nach Geschmack).
Wenn du ihn als Aperitif-Stil servierst, ist ein eher kleines Glas sinnvoll, damit er nicht zu warm wird. Und weil Wermut nach dem Öffnen oxidiert, lohnt sich die Devise: lieber frisch und kühl statt monatelang offen im Schrank.
Roter Wermut (Rosso/Sweet) ist häufig süsser und wirkt aromatisch oft würziger, mit Noten wie Gewürz, Kräuter, teils karamellig/geröstet. Weisser Wermut gibt es in zwei gängigen Ausprägungen: Dry (trockener, kräuterbetonter) und Bianco (heller, milder, oft etwas süsslicher).
Wichtig: Farbe allein ist kein Garant für Süsse – entscheidend sind Zuckergehalt/Bezeichnung und die Rezeptur des Hauses.
Die Basis ist Wein (bei Vermouth müssen aromatisierte Weinprodukte zu mindestens 75% aus Weinbauerzeugnissen bestehen).
Dieser Wein wird mit Botanicals aromatisiert – typischerweise über Mazeration/Infusion oder Auszüge. Wichtig ist der Einsatz von Artemisia/Wermutkraut-Stoffen, die die typische Bitterkeit mitprägen.
Anschliessend kann Wermut aufgespritet (mit Alkohol verstärkt) und je nach Stil gesüsst werden. Das Ergebnis ist ein Wein-Aperitif mit klarer Kräutersignatur und definierter Alkoholspanne (EU-Regelwerk).
Grob lassen sich drei Hauptstile unterscheiden:
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Dry (trocken): hell, kräutrig, meist weniger süss – klassisch für „Martini“-Drinks.
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Bianco (hell/süsslich): weisser Wermut mit milderer Bitterkeit und oft floralen/vanilligen Noten.
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Rosso / Sweet (rot/süss): dunkler, oft würziger und karamelliger wirkend (die Farbe kommt meist von Karamell/Färbung und/oder Rezeptur).
Dazu kommen regionale Profile (z. B. italienisch „Torino“-Stile oder französisch „Chambéry“-Prägung) und moderne, stärker bitterbetonte Interpretationen.
Aromatisierte Weine gab es schon lange, aber als eigenständiger „Wermut“-Stil wurde Vermouth besonders in Italien (Turin/Piemont) und Frankreich bekannt und ab dem 18. Jahrhundert kommerziell erfolgreich.
Frankreich prägte zudem einen wichtigen Herkunftsbegriff: Vermouth de Chambéry (Savoie/Alpenraum) ist als Herkunftsbezeichnung besonders bekannt – und steht historisch für einen eher feinen, kräutrig-eleganten Stil.
Wermut (frz./engl. Vermouth) ist ein aromatisierter Wein, der zusätzlich mit Alkohol aufgespritet werden kann und seinen charakteristischen Geschmack durch Kräuter- und Gewürzauszüge erhält. Ein Muss in der Definition: Das Aroma wird unter anderem über Stoffe aus Artemisia-Arten (Wermutkraut-Familie) geprägt – daher der Name.
Typisch für Wermut ist die Balance aus Weinbasis, Kräuterbitterkeit und (je nach Stil) Süsse. Genau diese Mischung macht ihn sowohl pur als Aperitif-Stil als auch als klassische Zutat in der Barkultur interessant.
Über Wermut
Ob man mit Wermut erfolgreich Schwermut kuriert, ist bis heute nicht wissenschaftlich bewiesen. Sicher ist aber, dass Gewürze und Kräuter diesen aromatisch aufgespritzten Wein mit Bitterstoffen verfeinern. Wermut hat immer einen Alkoholgehalt zwischen 14,5 und 21,9 Volumenprozent und einen variierenden Zuckergehalt. Namensgebend ist eine Pflanze, das Wermutkraut. Auf lateinisch heisst sie a rtemisia absinthium. Mit seinen eher bitteren Aromastoffen prägt die Pflanze den Geschmack des
Wermut, oder auch oft Vermouth, kann man natürlich pur und on the rocks als Aperitif zum Apéro trinken. Wermut gehört aber auch ganz klassisch in viele populäre Cocktails und alkoholische Getränke, wie in den Martini, den Americano, Manhatten und den Negroni.
Schon die alten Ägypter haben Wein mit Kräutern versetzt und diesen so aromatisierten Wein getrunken. Und während der Antike galt Wermut als Heilpflanze. Schon Hippokrates hat gesagt, dass das Wermutkraut gegen Gelbsucht und Tetanus hilft. Heute geht man eher davon aus, dass das Kraut und das Getränk bei der Verdauung von fetten Speisen dem Magen-Darm-Trakt helfen. So wird die Verdauung angeblich angeregt und dadurch das Völlegefühl nach dem Essen minimiert. Entsprechend wird das Wermutkraut auch als Tee konsumiert und taucht in anderen Kräuterlikören auf. Auch die grüne Fee Absinth zählt zu den Spirituosen, die das Wermutkraut
Unsere Wermut-Tradition, also die der Neuzeit, führt wahrscheinlich ins Königreich Savoyen in Italien zurück. Trotzdem gilt Antonio Benedetto Carpano heute als Erfinder des Wermuts so wie wir ihn kennen und trinken. Carpono produzierte das Getränk mit bitterem Geschmack 1786 in Turin erstmals in einem kommerziellen Umfang. Eigentlich sollte sein Wermut als Alternative zu Rotwein verkauft werden. Durch das Hinzufügen von Karamell, Zucker und etwa 30 unterschiedliche Kräuter entstand ein Getränk, dass so gut ankam, dass Antonios Laden 24 Stunden am Tag offen war. Erst mit der Zeit fing man auch in Frankreich an, Wermut zu produzieren. Dieser war etwas trockener oder weiss und süsser. Bis heute gilt die Regel, dass italienischer Wermut meistens süsser und französischer trockener ist. Auch in Spanien wird dieser aufgespritzten Wein
Heute wird Vermut natürlich anders produziert als noch bei den Ägyptern und den Römern. Das Wermutkraut hat Gesellschaft bekommen und wird nicht mehr alleine sondern als Zusammensetzung verwendet. Die Mazeration von den Kräutern im Wein ist der erste Schritt der Herstellung. Die Wahl des Weins hat einen grossen Einfluss auf das Endprodukt. Man muss auch entscheiden, ob der Charakter des Weins bestehen bleiben soll und in welchem Verhältnis die Kräuter zu dem Wein stehen. Die Mistelle ist der zweite Schritt der Produktion. Hier wird Zucker entweder natürlich oder künstlich beigefügt. Dann folgt die Zugabe des Alkohols. Daher kommt auch der Ausdruck des Aufspritzens. Wermut muss aber immer zu mindestens 75% aus Wein bestehen. Abschliessend wird das Getränk gelagert, damit sich alle Inhaltsstoffe harmonisch verbinden können.
Wir haben für Sie folgende Marken und Produzenten von Wermut im Sortiment:
• Belsazar
• Martini
• Lillet
• Cinzano
• Cocchi
• Carpano
• Matter (> Link fehlt)
• Vermouth Bianco Rosso Rosato
Kaufen und bestellen Sie diese bittere Spirituose wie immer online oder bei uns im Laden. Entdecken Sie auch unser Absinth-Sortiment.