Absinthe | Pastis
Pastis ist eine französische Spirituose mit Anis-, Lakritz- und Kräuternoten, meist mit 40–45 % Vol. Er wird als Aperitif getrunken und mit kaltem Wasser gemischt, wodurch er milchig-trüb wird. Er stammt ursprünglich aus Marseille.
Absinthe ist eine hochprozentige Kräuter-Spirituose, die im 19. Jahrhundert besonders bei Künstlern beliebt war. Hauptzutaten sind Wermut, Anis und Fenchel. Aufgrund des enthaltenen Thujons war er lange verboten, heute ist er in regulierter Form wieder erhältlich.
Ja, Absinthe ist in den meisten Ländern – auch in der EU und Schweiz – wieder legal. Voraussetzung ist, dass der Thujon-Gehalt gesetzlich geregelt ist (max. 35 mg/l in der EU).
Pastis wird meist im Verhältnis 1:5 mit kaltem Wasser gemischt, oft mit Eis serviert. Die Trübung ist typisch und ein optisches Markenzeichen. Perfekt als erfrischender Aperitif an heissen Tagen.
Thujon ist ein natürlicher Wirkstoff aus dem Wermutkraut. In hohen Dosen galt es früher als halluzinogen. Moderne Absinthe enthalten jedoch nur zugelassene Mengen unter 35 mg/l – gesundheitlich unbedenklich.
Traditionell wird Absinthe mit eiskaltem Wasser und einem Zuckerwürfel serviert. Der Zucker wird auf einem Absinthlöffel über das Glas gelegt, und das Wasser tropft langsam darüber. So verdünnt man ihn auf ca. 12–15 % Vol.
Ungeöffnete Flaschen sind jahrelang haltbar. Geöffnete Flaschen sollten kühl, dunkel und fest verschlossen gelagert werden. Aromen können mit der Zeit verblassen, verderben tun sie jedoch selten.
Absinthe und Pastis sind beide Anis-Spirituosen, unterscheiden sich aber deutlich:
Absinthe enthält Wermut, Anis, Fenchel und weitere Kräuter – meist hochprozentig (45–74 %), traditionell mit Wasser verdünnt getrunken.
Pastis (z. B. Ricard oder Pernod) enthält keinen Wermut, dafür Sternanis und Süßholz – milder im Alkohol (ca. 40–45 %), oft als Longdrink mit Wasser und Eis.
Die Trübung beim Verdünnen entsteht durch ätherische Öle aus Kräutern wie Anis, die sich in Alkohol lösen, aber nicht in Wasser. Beim Verdünnen mit Wasser werden sie sichtbar – das sogenannte „Louche“ entsteht.
Beliebte Pastis-Marken: Ricard, Pernod, Henri Bardouin
Bekannte Absinthe-Marken: Matte Brennerei, Larousée, Matter
Viele Marken bieten unterschiedliche Stärken, Aromen und Preisklassen.
Über Absinthe
Wer kennt sie nicht, die grüne Fee, oder auf Französisch la fée verte? Absinthe ist eben nicht einfach nur eine Spirituose, sondern ein regelrechter Mythos.
Doch alles der Reihe nach. Absinthe oder Absinth ist eine grüne Wermutspirituose und folglich ein alkoholisches Getränk. Trotzdem sollte man ihn nicht mit Vermouth oder Génépi verwechseln. Hergestellt wird er aus Fenchel, Anis, Ysop und Wermut. Dann kommen je nach Rezept noch andere Kräuter und Alkohol dazu. Der Alkoholgehalt liegt meistens zwischen 45 und 89, gerne mal bei 68, Volumenprozent. So wird Absinthe im oberen Bereich der Spirituosen klassifiziert. Fast alle Absinthmarken haben eine grüne Farbe, so erklärt sich auch der liebevolle Spitzname dieser Spirituose. Dabei handelt es sich nicht um eine künstliche Farbe. Denn diese stammt aus dem Chlorophyll der Absinth-Kräuter Ysop, Minze, Melisse und Absinthium oder Wermutkraut.
Absinthe, ähnlich wie Aquavit, war ursprünglich ein Heilmittel, hergestellt im Val de Travers in Neuenburg oder Neuchâtel – hier in der Schweiz im 18. Jahrhundert. Die erste namentliche Erwähnung des Absinthes fand sich 1769 in einer Zeitungsannonce als Bon Extrait d’Absinthe. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und anfangs des 20. Jahrhunderts erreichte die Popularität dieser Spirituose, die ähnlich wie Pastis mit Wasser verdünnt wird, ihren Höhepunkt. Viele Berühmtheiten waren damals grosse Absinth-Fans: Vincent van Gogh, Ernest Hemingway und Oscar Wilde, um hier nur ein paar wenige zu nennen. Alle schätzten die angeblich berauschende und inspirierende Wirkung des Absinths.
Doch die Popularität hatte auch ihre Schattenseiten. Durch seinen Thujon-Gehalt stand das Getränk im Verruf abhängig zu machen und schwere gesundheitliche Schäden zu verursachen. Deshalb gab es 1915 in vielen Ländern in Europa und den USA ein Absinthe-Verbot. Durch moderne Studien weiss man heute aber, dass der Konsum von Absinthe nicht schädlicher ist als der von anderen alkoholischen Getränken. Früher festgestellte Gesundheitsschäden wurden eher auf die schlechte Qualität und die hohen Alkoholmengen, die konsumiert wurden, zurückgeführt. Seit 1998 ist Absinthe in den meisten Staaten in Europe wieder erhältlich – in der Schweiz seit 2005.
Absinthe wird wie die andere Anis-Spirituosen Ouzo, Raki und Pastis mit Wasser verdünnt getrunken und nicht pur. Der perfect Serve von Absinthe war ursprünglich ein Marketing-Gag aus Tschechien. Dort wurden Zuckerwürfel in Absinthe getränkt und diese dann angezündet. Durch das Ritual wurde der Konsum für die Konsumenten attraktiver.
Wir haben für Sie unter Anderem folgende Marken im Sortiment in verschiedenen Grössen (cl)
· Pernod
· Matter Absinthe "Mansinthe" by Marilyn Manson
· Bezençon
· Matte
· Upsynth
· Green Velvet >
Diese können Sie bei uns online kaufen und bestellen oder in unseren Filialen erwerben. Gerne beraten wir Sie auch zu Absinthe Zubehör wie Absinthlöffel, Absinthglas, Absinth Tropfer und Absinthfontäne oder Absinthe-Fontaine.