Single Malt
Für Single Malt lohnt ein Nosing-Glas (tulpenförmig) und moderate Temperatur – zu kalt wirkt oft „verschlossen“. Lass dem Whisky kurz Zeit im Glas, bevor du entscheidest. Bei höherer Abfüllstärke können wenige Tropfen Wasser Aromen öffnen und die Wahrnehmung sortieren. Ziel ist Klarheit und Balance, nicht „maximale Schärfe“.
„Torfig“ (peated) heisst: Beim Darren des Malzes wird (teilweise) Torf als Brennstoff genutzt, wodurch Rauchbestandteile ins Malz gelangen. Das kann von subtilen Lagerfeuer-Noten bis zu sehr intensiven, medizinisch-phenolischen Eindrücken reichen.
Torf ist ein Stilmittel – nicht „besser oder schlechter“. Viele schätzen gerade den Kontrast aus Süße, Salz, Frucht und Rauch.
Bei Single Malt ist das Fass oft der grösste Geschmackshebel: Ex-Bourbon-Fässer bringen häufig Vanille-/Karamellnoten, Sherryfässer eher Trockenfrucht/Würze (grob vereinfacht). Ein Finish bedeutet, dass der Whisky nach der Hauptreife für eine zusätzliche Phase in ein anderes Fass kommt, um bestimmte Noten zu akzentuieren.
Für dich als Leser: Fassangaben sind eine der hilfreichsten Infos, um den Stil vorab einzuordnen.
In der EU-Spirituosenregelung gilt für „whisky/whiskey“ u. a.: mindestens 3 Jahre Reifung in Holzfässern (bis max. 700 L) und mindestens 40% vol.
Bei Scotch kommen zusätzlich spezifische Vorgaben aus dem Scotch-Regelwerk hinzu (u. a. Produktion und Reifung in Schottland).
Eine Altersangabe wie „12 Jahre“ bedeutet in der Praxis meist: Das jüngste im Produkt enthaltene Fass ist mindestens so lange gereift (das ist ein verbreiteter Standard in vielen Whisky-Regelwerken/Branchenpraxis). Gleichzeitig sagt Alter allein nicht alles: Fassart, Lagerklima und Fassqualität beeinflussen Aroma, Farbe und Struktur enorm.
Wenn keine Altersangabe vorhanden ist (NAS), kann der Whisky trotzdem sehr gut sein – die Zahl ist nur ein Orientierungswert.
Nein. Single Malt sagt „eine Destillerie, gemälzte Gerste“. Single Cask sagt „ein Fass“. Ein Whisky kann also Single Malt sein und trotzdem aus vielen Fässern stammen (typisch), oder Single Malt Single Cask (Einzelfass). Die Begriffe beschreiben unterschiedliche Ebenen: Produktion vs. Abfüllentscheidung.
Single Malt ist (bei Scotch) gemälzte Gerste + Pot Stills. Single Grain kann andere Getreide (oder Mischungen) enthalten und wird oft in Kolonnenanlagen destilliert, was häufig ein leichteres, „cleaneres“ Profil ergibt. Bei Scotch sind beides offizielle Kategorien.
Das erklärt, warum Grain häufig in Blends Struktur liefert – und Malt die aromatische Tiefe.
Ja: „Malt“ bezieht sich auf gemälzte Gerste als Getreidebasis. Für Single Malt Scotch wird explizit nur Wasser und gemälzte Gerste genannt, produziert in einer Destillerie und pot still destilliert.
Andere Whisky-Stile können gemälztes und ungemälztes Getreide mischen (z. B. bestimmte irische Kategorien), aber das ist dann nicht „Single Malt“.
Ein Single Malt stammt aus einer Destillerie. Blended Whisky ist eine Vermählung aus mehreren Whiskys (häufig aus Malt- und Grain-Komponenten), um ein bestimmtes, wiederholbares Geschmacksprofil zu erzielen. Bei Scotch sind „Single Malt“ und „Blended Scotch Whisky“ unterschiedliche Kategorien mit klaren Begriffen im Markt.
Beides kann hochwertig sein – es geht eher um Stil: Ein-Destillerie-Charakter versus komponierte Balance.
Single Malt bedeutet grundsätzlich: Whisky aus einer einzigen Destillerie („single“) und aus gemälzter Gerste („malt“). Bei Scotch ist die Definition besonders klar: Single Malt Scotch Whisky wird aus Wasser und gemälzter Gerste in einer Destillerie in Pot Stills (Batch-Destillation) hergestellt.
Wichtig: „Single Malt“ sagt nichts darüber aus, ob der Whisky aus einem Fass stammt – dazu braucht es Begriffe wie „Single Cask“.
Über Single Malt
Single Malt Whisky wird hauptsächlich in Schottland hergestellt. Die bekanntesten Gebiete sind sicher das Highland und die Insel Islay vor der Westküste Schottlands. Aber auch der Whisky-Erzrivale Irland produziert Single Malt Whiskey und schreibt diesen heute anders, um sich von den anderen Produzenten abzugrenzen. Auch Japan produziert seit dem letzten Jahrhundert Single Malt Whisky.
Was ein Single Malt genau ist, beschreibt der Name selbst schon ziemlich genau. Er stammt nur aus einer Brennerei, deshalb Single. Dann wird nur ein Getreide verwendet, nämlich gemälzte Gerste oder Gerstenmalz, deshalb die Bezeichnung Malt. Diese Whiskys sind fast immer sehr edel und werden deshalb auch lange gelagert. Die Reifung kann in unterschiedlichen Fässern der gleichen Brennerei passieren. Das jüngste verwendete Fass wird auf der Flasche mit der Jahres respektive der Altersangabe vermerkt. Reift ein Single Malt nur in einem einzigen Fass, spricht man von einem Single Cask. Der Begriff Cask Strength wird verwendet, wenn der Whisky vor der Abfüllung aus dem Fass nicht zusätzlich mit Wasser verdünnt wurde. Sie sind extra stark und haben manchmal über 60 Prozent.
Die Reifung im Fass beeinflusst den Geschmack des Whiskys massgeblich. Dadurch wird der Brenncharakter, der während der Destillation entstanden ist, ergänzt und verändert. Natürlich verändert nicht nur die Reifedauer den Geschmack, sondern auch der Fasstyp und die Fassgröße. Hogshead Fässer werden aus den Dauben anderer Fässer gefertigt und fassen 250 Liter. Sherry Butt Fässer fassen 500 Liter und stammen aus der Sherryindustrie. Barrel oder Bourbon Barrel Fässer fassen 208 Liter und wurden in Amerika zur Herstellung von Bourbon verwendet bevor sie in Schottland zur Reifung von Single Malt genutzt werden. Ein Quarter Cask ist ein kleines 50 Liter Fass, das zum Einsatz kommt wenn der Whisky mehr Aroma erhalten soll.
Die wichtigste Adresse für Whisky-Fässer ist Speyside Cooperage (die Speyside Böttcherei) in Craigellachie. Seit 1947 werden hier Fässer meistens in Handarbeit gebaut, geflickt und getoastet.
Ein Single Malt mit seinem eigenen individuellen Charakter ist das Gegenteil von einem Blend. Der Geruch und der Geschmack eines Blends lassen sich jahrelang reproduzieren.
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Edradour
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Bowmore
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Nikka
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Talisker
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Ardbeg
· verschiedene Special Editions
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