BERLINER BRANDSTIFTER
Jetzt entdeckenMezcal
Wenn du dich orientieren möchtest, hilft es, nach Stil (Espadín vs. andere Agaven), Kategorie (Artesanal/Ancestral) und Stärke zu schauen. Auf ullrich.ch sind u. a. Mezcal-Produkte/Marken gelistet wie Del Maguey, Montelobos, La Escondida, Topanito, Se Busca, Le Tribute, Casamigos, Amarás, San Cosme, Código sowie einzelne Premium-Abfüllungen wie Clase Azul (je nach Verfügbarkeit).
Mezcal kann teurer sein, weil mehrere Faktoren zusammenkommen: lange Wachstumszeiten mancher Agaven, oft kleinere Produktionsmengen und teils arbeitsintensive Verarbeitung (Erdofen, manuelle Schritte, kleine Brennblasen). Dazu kommen Logistik und Schwankungen bei Rohstoffen.
Wichtig: Preis ist ein Hinweis auf Aufwand und Seltenheit – aber kein alleiniger Qualitätsbeweis. Am Ende zählt, ob Stil, Intensität und Balance zu deinen Vorlieben passen.
Mezcal wird häufig in kräftigen Stärken abgefüllt; im Handel liegen viele Produkte grob im Bereich um 40 % vol (und teils darüber).
Warum schwankt das? Produzenten entscheiden nach Destillation und Verdünnung (oder eben nicht), welche Stärke den gewünschten Ausdruck am besten transportiert. Höhere Volumenprozente können Aromen intensiver wirken lassen, brauchen aber oft mehr Zeit im Glas, um sich zu öffnen.
Ja – nach der mexikanischen Norm NOM-070 wird Mezcal in drei Kategorien eingeteilt: „Mezcal“, „Mezcal Artesanal“ und „Mezcal Ancestral“.
Die Kategorien beschreiben zulässige Herstellungsweisen (z. B. Art des Garens, Zerkleinerns, Fermentation und Destillation). „Ancestral“ ist dabei am strengsten traditionell definiert (z. B. Tonbrennblasen unter Holzfeuer in vielen Beschreibungen), „Artesanal“ erlaubt bestimmte handwerkliche Verfahren, und „Mezcal“ ist die offenere Kategorie.
Mezcal wird häufig pur getrunken – nicht als schneller „Shot“, sondern in kleinen Schlucken, damit sich Duft und Länge entfalten. Traditionell wird er teils mit Orangenscheibe und Sal de Gusano (würziges „Wurmsalz“) begleitet – das ist optional und eher ein kulturelles Ritual als eine Pflicht.
Für die Aromawahrnehmung hilft ein Glas, das Düfte bündelt (kleines Tasting-Glas), und eine moderate Temperatur: Zu kalt wirkt Mezcal oft verschlossener, zu warm tritt Alkohol stärker in den Vordergrund.
Viele verbinden Mezcal mit Rauch, aber das Spektrum reicht weit darüber hinaus: Häufig sind Noten von gerösteter Agave, Zitrus, trockenen Kräutern, Pfeffer, Stein/Minéralität oder tropischen Früchten. Rauch kann von subtil bis dominant auftreten – abhängig von Röstdauer, Holz/Hitze, Agavensorte und Destillation.
Auch die Textur ist spannend: Einige Mezcals wirken ölig und dicht, andere klar und leicht. Wenn auf dem Etikett „Artesanal“ oder „Ancestral“ steht, sagt das oft etwas über die Produktionsmethoden – und indirekt über Stil und Mundgefühl.
Die am häufigsten verwendete Agave ist Espadín (weit verbreitet, gut kultivierbar). Daneben gibt es viele weitere Agavenarten, die – je nach Herkunft und Verarbeitung – floral, mineralisch, kräutrig oder sehr konzentriert wirken können. Die Vielfalt ist einer der Hauptgründe, warum Mezcal nicht „ein Geschmack“ ist, sondern eine ganze Stilwelt.
Wichtig (auch preislich): Manche Agaven wachsen sehr langsam oder sind seltener – das kann Verfügbarkeit und Kosten beeinflussen (ohne dass „teurer“ automatisch „besser“ bedeutet).
Klassisch werden die Piñas (Agavenherzen) zuerst gegart – häufig in einer Erdgrube mit heissen Steinen und Abdeckung. Danach werden sie zerkleinert (z. B. per Tahona/Steinrad oder mechanisch), der Saft bzw. das faserige Material wird vergoren, und anschliessend wird destilliert.
Gerade bei Mezcal prägen Details den Stil: Gärgefässe (Holz/Stein/andere), Hefen aus der Umgebung, Wasser, Temperatur – und auch die Art der Brennblase (Kupfer oder Ton). Deshalb können selbst Mezcals aus derselben Agave je nach Palenque sehr unterschiedlich wirken.
Beide gehören zur Agavenfamilie, aber die Regeln und Stile unterscheiden sich deutlich: Tequila wird (vereinfacht) nur aus blauer Agave hergestellt und ist an ein klar festgelegtes Produktionsgebiet gebunden. Mezcal kann aus verschiedenen Agavenarten stammen und kommt aus anderen/weiteren definierten Regionen.
Der typische „Mezcal-Charakter“ entsteht oft durch das Garen der Agavenherzen in Erdgruben, was häufig (nicht immer gleich stark) rauchig-geröstete Noten fördert. Tequila wird häufig eher mit oberirdischen Öfen/Autoklaven verarbeitet, was oft ein „klareres“ Agavenprofil ergeben kann.
Mezcal ist eine Agavenspirituose aus Mexiko mit geografisch geschützter Bezeichnung: Nicht jeder Agavenbrand darf „Mezcal“ heissen, sondern nur aus bestimmten mexikanischen Regionen.
Geschmacklich ist Mezcal extrem vielseitig: Von rauchig und erdig bis fruchtig, floral oder würzig – je nachdem, welche Agave verwendet wird, wie die Piñas gegart werden und wie Fermentation und Destillation ablaufen. Häufig wird Mezcal in kleinen Strukturen („palenques“) hergestellt, was zu spürbaren Stilunterschieden zwischen Regionen und Produzenten führt.
Über Mezcal
Auch wenn Mezcal in unseren Breitengraden nicht ganz so bekannt ist wie Tequila, gehört er zur gleichen Familie wie Tequila und stammt auch aus Mexiko. Es dürfen auch nicht alle mexikanischen Bundesstaaten den Brand aus Agave als Mezcal bezeichnen, dies ist auf die sieben Staaten beschränkt: Oaxaca, Guerrero, Durango, San Luis Potosi, Zacatevas, Guanajuato und Tampaulipas. Mezcal ist der Überbegriff für Spirituosen, die aus Agaven hergestellt werden. Typisch ist ein Durchschnitt von 40 vol % Alkohol. Tequila wird aber nur aus Blauer Agave gebrannt, für Mezcal wird das Fruchtfleisch verschiedener Agavenarten verwendet. Tequila ist also die bekannteste Mezcal Spirituose, für die man die Agavenherzen traditionell unter der Erde dämpft. Deshalb hat es einen Unterschied im Geschmack zu Tequila. Er hat Aromen wie rauchig und herb.
Infos zur Herstellung: Mezcal wird ähnlich wie Tequila in drei unterschiedliche Kategorien eingeteilt, je nachdem wie er hergestellt wird. Mezcal Joven oder nur Joven oder Blanco ist weiss und klar. Joven wird e ntweder ungelagert oder weniger als zwei Monate lang gelagert und dann in Flaschen abgefüllt. Bei Tequila ist das ähnlich. Der Reposado oder Oro wird im Gegensatz zu Joven mindestens 60 Tage in Holzfässern gelagert, meistens in Steineiche oder Weisseiche und erst danach in Flaschen abgefüllt. Auch hier gibt es Parallelen zu Tequila und wie er hergestellt wird. Die Farbe ist hier leicht karamellig. Mezcal Añejo oder Tequila Añejo haben eine dunkelkaramellige Farbe und lagern am längsten, mindestens ein Jahr lang in Stein- oder Weisseichefässern. Diese fassen nie mehr als 350 Liter.
Mezcal kann ausserdem noch Naturprodukte, Farb- oder Geschmacksstoffe zugesetzt werden. Dann handelt es sich um Mezcal Avocado. Im Grossen und Ganzen ist Mezcal aber nie gleich Mezcal, weil alle Produzenten unterschiedliche Agaven-Sorten verwenden und unterschiedliche Methoden anwenden.
Die Mexikaner geniessen guten Mezcal ungekühlt, mit wenigen cl und pur aber manchmal auch als Mezcal mit Wurm (Gusano del Maguey). Zitrusfruchtstücke wie Limette oder Orange werden dazu gereicht, ebenso die Würzmischung Sal de Gusano mit gemahlenen, getrockneten Schmetterlingsraupen und Salz sowie Chili.
Mezcal Sour und Mezcal Margarita sind sicher die bekanntesten und beliebtesten Cocktail, die man aus dieser Agave-Spirituose zaubern und trinken kann.
Bei uns finden Sie als Kunde, im vollem Umfang erlesen Marken von hochwertigen Mezcals online und in unserem Online-Shop oder unseren Filialen: