Massaya – libanesisch für «Abenddämmerung» – erzählt eine Geschichte von Rückkehr, Mut und Neubeginn. In den frühen 1970er-Jahren erwarben Michel und Amal Ghosn ein Landgut in Tanaïl im Norden der Bekaa-Ebene, unweit von Zahlé und Baalbek. Mit Ausbruch des Bürgerkriegs 1975 musste die Familie das Anwesen verlassen. Anfang der 1990er-Jahre kehrten die Brüder Sami und Ramzi Ghosn zurück, fanden das Gut in Trümmern vor und begannen mit viel Entschlossenheit, traditionelle libanesische Spezialitäten herzustellen. Das erste Markenprodukt war 1995 der Massaya Arak, dessen markante blaue Flasche an den tiefblauen Himmel über der Bekaa bei Sonnenuntergang erinnert. Der Erfolg ermutigte die Brüder, das Projekt weiterzuentwickeln: 1998 gewannen sie Dominique Hébrard, dessen Familie einst Château Cheval Blanc besass, sowie die Brüder Daniel und Frédéric Brunier vom Domaine du Vieux Télégraphe in Châteauneuf-du-Pape als Partner und Investoren. Gemeinsam lancierten sie die ersten Massaya-Weine und setzten von Beginn an auf Qualität, Authentizität und eine überschaubare Grösse. Die Bekaa-Ebene gehört mit einer über 5000-jährigen Weinbautradition, die bis zu den Phöniziern zurückreicht, zu den ältesten Weinregionen der Welt. 2014 kam in Faqra im Libanongebirge ein zweites Weingut in grosser Höhe hinzu, das sich den weissen Rebsorten widmet, darunter die autochthone Obeïdi – die Basis des Massaya Arak. Dieser wird nach alter Tradition dreifach in kupfernen Brennblasen destilliert, mit frischem grünem Anis aromatisiert und in handgefertigten Tonamphoren gereift. Heute zählt Massaya zu den bekanntesten und angesehensten Produzenten des Landes und verbindet libanesisches Erbe mit internationalem Know-how.